Hotel
in Misdroy
Fotos bitte anklicken! Foto links: Die Seebrücke in
Misdroy im Jahre 2010.
2.Reihe (von links nach rechts): Der neue Bildband über
Misdroy.
Hier können Sie ihn bestellen (bitte anklicken). Mädchen am
Strand. Die Seebrücke.
3. Reihe: Ein Adler-Schiff sticht in See. Anlagen an der Promenade. Vor der Seebrücke
im Jahre 2011
Fotos:
4. Reihe: Der Neue Musikpavillon. Am Strand von Misdroy. Der
Eingangsbereich der Seebrücke.
5.Reihe: Auf der Promenade. Das ehemalige Kurhaus ist jetzt
Kulturhaus. Am Boulevard.
6.Reihe: Im Winter 2009/2010. Eine Luftaufnahme.
7.Reihe: Auf dem Gosanberg. Das frühere Strandhotel. Im
Kurpark.
Misdroy, auch die "Perle der Ostsee" genannt (seit
1945 zu PL) hat nicht nur einen schönen Sandstrand und eine
lange Promenade mit historischen Villen aus der Gründerzeit und
einigen neuen Häusern, sondern auch eine herrliche Umgebung. Der
Ort ist von Höhenzügen in Richtung Osten und Südosten
umschlossen. Die Steilküste (Kaffeeberg, 68m) erreicht beim
"Gosanberg" (Gosaar = Gänseaar = Seeadler) eine Höhe von 95
Metern. Herrlicher Buchenwald umgibt den Ort, es gibt ein
Wisentgehege und der sagenumwobene Jordansee ist ein wahres
Kleinod. Leider ist er im Hochsommer für Besucher nicht
zugänglich. Er ist mit einem Zaun umgeben und gehört zu einem
exklusiven Erholungsheim.
Geschichte: Misdroy, dessen Geschichte sich bis ins
13.Jahrundert verfolgen lässt, ist das größte Seebad der Insel
Wollin. Daneben gab es die kleineren Seebäder wie Osternothafen,
das Ostseebad Neuendorf, das Ostseebad West-Dievenow (eines der
Seebäder um die Dievenowmündung) und das Ostsee- und Solbad
Heidebrink.
1554 wurde Misdroy urkundlich als Eigentum der Domprobstei
Cammin erwähnt. Bis zu seinem Aufstieg zum Seebad galt es als
kleines Dorf, das nur von einigen Kolonisten bewohnt war, die
sich von Fischfang und kümmerlicher Landwirtschaft ernährten.
Zum Badeort wurde Misdroy zwischen 1830 und 1835. Von 1830 an
zählte man einzelne Badegäste. Ab 1835 entwickelte sich ein
regelrechter Badebetrieb. Im gleichen Jahre wurden die ersten
Badehäuschen errichtet, allerdings für Frauen und Männer
getrennt, wie es damals in den deutschen Bädern üblich war.
Wohlhabende Berliner und Stettiner bauten sich hier Villen. Als
besondere Attraktion entstand 1885 der erste Seesteg, der 1906
auf 360m verlängert wurde. 1913 zerstörte ihn eine Sturmflut. Er
wurde erst 1921 wieder erneuert. 1850 hatte Misdroy bereits 317
Einwohner und 500 Badegäste aufzuweisen. Nach 1860 setzte ein
rasches Wachstum des Ortes ein. Die Errichtung einer Kirche auf
der Königshöhe im Jahre 1862 ist dafür u. a. ein beredtes
Zeugnis. Ab 1870 wurde auch das Dünengelände im Westen des Ortes
nach und nach bebaut.
1869 verbesserte der Bau einer Schiffsanlegestelle für den
direkten Verkehr von und nach Stettin an der „Laatziger Ablage“,
am großen Vietziger See, die Erreichbarkeit des Ortes. Auch der
Thronfolger und spätere deutsche Kaiser Friedrich III. hatte
hieran seine Verdienste. Er hatte sich im Jahre 1867 einige
Wochen mit seiner Familie in Misdroy erholt. Dank seiner
Fürsprache wurde zwei Jahre später am Vietziger See der erwähnte
Anleger für Passagierschiffe für die Direktverbindung Stettin –
Misdroy - Swinemünde gebaut. Die dankbaren Einwohner von Misdroy
gaben darauf hin ihrer 1885 eröffneten Seebrücke, der ersten in
der Region, seinen Namen. Die Strecke „Laatziger Ablage“ –
Misdroy überbrückten Kutschen und später Kraftomnibusse. Von
1872 an ist Misdroy eines der führenden deutschen Seebäder.
Nachdem 1899 eine Eisenbahnstrecke von Wollin nach Misdroy
gebaut wurde, stieg die Attraktivität des Ortes weiter. Nun
konnte auch die Eisenbahnverbindung Berlin – Ducherow –
Swinemünde – Misdroy für die An- und Abreise der Gäste genutzt
werden.
1930 wurden 21.115 Badegäste gezählt. Die Zahl der Einwohner
betrug 1939 4.145. Die im Osten Misdroys befindliche
Hügelkette, wie z.B. der Kaffeeberg (68 m über dem
Meeresspiegel), der Gosanberg (95 m) und der Greweberg (115 m)
geben dem Ort einen besonderen Schutz und sorgen für ein gutes
Kurklima in raueren Jahreszeiten.
Nach dem Krieg 1870/71 waren der damalige preußische Kronprinz
mit seinem Hofstaat, der Generalpostmeister Stephan sowie
Professor Rudolf Virchow prominente Gäste des Seebades. Und
schließlich: Prinz Klaus von Amsberg, der spätere Gemahl der
holländischen Königin Beatrix, besuchte in den Jahren 1938 –
1942 in Misdroy die „Balten-Schule“, eine private Mittelschule.
R.R.
Die Brücke ist verlängert worden, damit wieder Ausflugsdampfer
anlegen können. .Leider war seinerzeit die Dampferlinie wieder
eingestellt worden:
http://www.n-tv.de/341491.html Zwischenzeitlich war ein
Kompromiss gefunden worden: Die Adler-Schiffe fuhren bis
Swinemünde, dort konnte man umsteigen und mit einem anderen
Schiff nach Misdroy gelangen.
Ab 26.09.2006 laufen die von den Usedomer Bädern kommenden
Schiffe Misdroy direkt an. Im Oktober 2006 gab es einen
Zwischenfall. Polnische Zöllner wollten die "Adler-Dania" im
polnischen Hoheitsgebiet vor Swinemünde stoppen, das Schiff fuhr
jedoch weiter.
Campingplätze in Misdroy: 1.Camping Gromada, ul. Gryfa
Pomorskiego, 2.Camping Gromada, ul. Gryfa Pomorskiego. 3.Camping
Darz Bor, ul. Gryfa Pomorskiego. 4.Camping WSK PZL, ul. Gryfa
Pomorskiego 71. 5.Camping Jantar, ul. Gryfa Pomorskiego 75. 6.
Camping ZNTK SA ul. Gryfa Pomorskiego 76. 7.Camping SILO, ul.
Gryfa Pomorskiego 77.